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( 02 )Webentwicklung

Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Die komplette Checkliste

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( EINLEITUNG )

Die meisten Relaunch-Projekte werden als Designprojekte geplant — und verlieren deshalb 30 bis 60 Prozent ihres organischen Traffics in den ersten Wochen. Dabei ist der Schutz bestehender Rankings kein Hexenwerk, sondern Handwerk: Redirects, Inhalte, Performance. Hier ist der Ablauf, mit dem wir jeden Relaunch absichern.

Vor dem Relaunch: Inventur statt Bauchgefühl

Bevor eine einzige Seite gebaut wird, braucht es ein vollständiges URL-Inventar: alle indexierten Seiten, ihre Rankings, ihre Backlinks und ihr Traffic-Anteil. Seiten mit Rankings oder Backlinks dürfen nicht ersatzlos verschwinden. Aus dem Inventar entsteht die Redirect-Map — jede alte URL bekommt ein eindeutiges 301-Ziel. ‚Alles auf die Startseite umleiten' ist keine Redirect-Map, sondern ein Ranking-Todesurteil.

Während der Entwicklung: Parität prüfen

Die neue Seite muss inhaltlich mindestens das leisten, was die alte geleistet hat: Title-Tags, Meta-Descriptions, Überschriftenstruktur, strukturierte Daten und interne Verlinkung. Besonders tückisch sind Inhalte, die im Redesign ‚aufgeräumt' werden — gekürzte Texte sind oft genau die Passagen, für die die Seite rankte. Ein Staging-Crawl im Vergleich zum Live-Crawl deckt die Lücken auf, bevor sie live gehen.

Nach dem Go-live: Die ersten 30 Tage entscheiden

Direkt nach dem Launch: Redirects stichprobenartig testen, XML-Sitemap einreichen, Search Console auf Crawling-Fehler überwachen. In den ersten vier Wochen täglich die wichtigsten Rankings und 404-Fehler prüfen. Kleinere Schwankungen sind normal — ein anhaltender Abwärtstrend nach zwei Wochen ist es nicht und verlangt sofortige Analyse der Redirect-Kette und der Inhaltsparität.